Gedanken:

„Es gibt nichts auf der Welt, das keinen entscheidenden Augenblick hat“  – 

Henri Cartier Bresson

„Ein einziges Bild kann unwiederbringliche Momente festhalten.“

„Ein einziges Foto kann strahlend schöne Landschaften zeigen.“

„Ein Foto kann einen entscheidenden Augenklick oder einen historischen Moment vermitteln.“

„Ein Foto kann uns mit einer Aussage fesseln, die mehr sagt als Worte.“

„Dank Fotos wird ein Verhältnis zwischen Zeit und Raum sichtbar, das vorher im Verborgenen lag.“

„Ein einziges Bild kann einen Dialog eröffnen und uns die Geheimnisse des Lebens weit von uns entfernt zeigen.“

„Die Kamera sieht mehr als das Auge, warum sollte man das nicht ausnutzen“ –

Edward Henry Weston

Vita:

40 Jahre war ich als Fotoredakteur für den Remscheider-General-Anzeiger tätig.

Mit der Fotografie die Wirklichkeit des Augenblicks mit der Kamera auszudrücken, lag mir schon immer am Herzen. Somit ist es auch nur natürlich, mit Beginn meines Ruhestandes weiterhin zu fotografieren.

Der Mensch im Mittelpunkt des Geschehens ist eines meiner wichtigsten Kriterien.

Während meiner journalistischen Arbeit erstellte ich zahlreiche Fotografien:

– Porträts Outdoor und im Studio

– Hochzeitsreportage

– Werbung

– Fotos von Politikern, Künstlern und prominenten Personen des Zeitgeschehens

– Reportagen kultureller Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen,

   Theateraufführungen, etc.

– Bilder von Unternehmen aus Wirtschaft und Handwerk

– Sportfotografie

– Unterwasserfotografie

– Reportage aus sozialen Brennpunkten

Diese Themen gehören auch weiterhin zu meinen fotografischen Schwerpunkten.

Photograph

MICHAEL SIEBER

In der Bilderwerkstatt21 werden Themen aus den Bereichen: Studio, Landschaft, Reisen,Unterwasserfotografie, Industrie , Event, Theater, Musik, Film und Hochzeit fotografisch umgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Personal Coaching in den Bereichen Bildgestaltung, Bildbearbeitung und Aufnahmetechnik.
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Ausstellungen:

„Augen-Blicke 

Bilder aus dem Alltagsleben

„Begegnungen“

Bilder von Personen, die im Rampenlicht stehen

„Kontraste“   

Alt und Jung.

„Tiefenrausch“

Unterwasserfotos aus Ägypten und den

Malediven sowie aus Süßwasserseen.

„Jugendkultur“

Schwarz-Weiß Bilder aus der Jugendkulturszene

„Nacht der Kultur“

Gemeinschaftsausstellung in der Klosterkirche

„Ballett“

Ausstellung internationaler Ballettaufführungen im Teo Otto Theater Remscheid

Fotowettbewerbe:

Nikon World Wide Contest

Fuji European Foto Contest

World Press Foto

1.Platz im Unterwasserfotowettbewerb

der Zeitschrift Unterwasserfoto.

Credits:

Zeitungsartikel zur Ausstellung Ballett im Teo Otto Theater

„Augen-Blicke“

Rede zur Ausstellungseröffnung :

„Begegnungen“

Rede zur Ausstellungseröffnung :

Referenzen:

Cinestar Kino, Remscheider-General-Anzeiger, Engelbert, Villa Paulus, Technische Betriebe Remscheid, Amt für Wirtschaftsförderung, Stadt Remscheid, Waldkauz Verlag,  Kraftstation, Vital & Kosmetik Center, Kulturzentrum Klosterkirche, AOK Rheinland, Sparda Bank, Volksbank Remscheid -Solingen,

Remscheider General Anzeiger vom September 2017:

Seine Fotos hielten Stadtgeschichte fest

Von Andreas Weber

 

Seit ein paar Wochen kann man ihn buchen. Die 39 Jahre davor war Michael Sieber fest vergeben. Als Fotoredakteur beim RGA dokumentierte er in Remscheid fast vier Jahrzehnte Stadtgeschichte. Allein das Filmmaterial, das er vor Einführung der digitalen Fotografie verbrauchte, reicht fast einmal um den Globus. Den Mann mit der Kamera kennt in Remscheid fast jeder.

Von Schulfesten über Konzerte, Stadtentwicklung bis zu schweren Unglücken – Michael Sieber hielt alle Facetten des öffentlichen Lebens mit dem Auslöser fest. Tags wie nachts. Stets auf dem Sprung, wenn ein Polizei- oder Feuerwehreinsatz Schlagzeilen versprach. Am 1. August ist das Urgestein des Tüpitters mit 65 Jahren in den Ruhestand gegangen.

Oft wird Michael Sieber noch auf der Straße angesprochen: „Na, heute keine Kamera dabei.“ Die Wahrscheinlichkeit ihn ohne seine Canon anzutreffen, ist heute deutlich höher als zu Berufszeiten, gleichwohl nimmt er als Freier weiter gerne Aufträge an. Die Fotografie bleibt Berufung für den Vater zweier Söhne, Jan (36) und Tim (34).

1988 war er beim Flugzeugabsturz als einer der Ersten vor Ort

Dabei hätte sein Leben in eine andere Richtung laufen können. Nach der mittleren Reife lernte Michael Sieber Starkstromelektriker bei den Mannesmann Röhrenwerken. Auf die Ausbildung sattelte er sein Fachabi drauf, um Automatisierungs- und Prozessrechentechnik zu studieren. Als Diplom-Ingenieur schloss Sieber 1978 ab, mit der Perspektive, ein Jahr später eine Assistentenstelle an der Uni Wuppertal anzutreten. Dank General-Anzeiger kam es anders. Während seines Studiums war er bereits als Freier für die Tageszeitung unterwegs. „Fotografie war immer mein Ding“, sagt er rückblickend. 1978 erhielt Michael Sieber von Verleger Hans Horst Ziegler einen unbefristeten Vertrag und bildete mit Herbert Draheim und Rudi Honsberg die Fotoredaktion.

Über mehrere Dekaden, in denen er sieben Chefredakteure kennenlernte, prägte Sieber den RGA. Mit seinen Geschichten könnte er spannende Abende füllen. Michael Sieber kletterte über eine Strickleiter zu Hausbesetzern in ein verbarrikadiertes Haus in der Bahnhofstraße, sprang aus 4000 Metern Höhe mit Fallschirmspringern aus einem Hubschrauber, war investigativ in der bergischen Drogenmafia unterwegs, fotografierte das Flammeninferno 1978 beim Großfeuer in der Holzhandlung Brand nahe des Hauptbahnhofs. Er war auch als einer der Ersten vor Ort, als Remscheid seinen schwärzesten Moment in der Nachkriegsgeschichte erlebte: am Mittag des 8. Dezember 1988, als ein US-Kampfjet in der Stockder Straße abstürzte. Sieber hatte an diesem diesigen Tag frei, wurde aber von der Redaktionssekretärin alarmiert. „Anfangs bekam ich die Kamera kaum hoch. Ich habe gedacht: Das ist Krieg.“

 

 

 

 

Seine Bilder gingen um die Welt. Zeitungsvertreter standen an seinem Haus in der Emilienstraße Schlange, um Abzüge zu erwerben. Heute werden sie per Knopfdruck vom Rechner rausgejagt, damals wurden die Papierabzüge auf Rädern transportiert. Sieber erinnert sich: „Die französische Nachrichtenagentur AFP wollte Absturzbilder von mir haben. Ein Taxifahrer hat sie unter Zeitdruck zum Flughafen nach Paris-Orly gefahren. Von dort wurden sie mit einer Concorde in die USA gebracht.“

Als Fotograf genoss er das Privileg vieler Begegnungen mit Prominenten. Mit Politikern, Musikern, Schauspielern und Sportlern. Um nur einige zu nennen: Helmut Schmidt, Erika Pluhar, _Heidi Kabel, Helge Schneider, Günter Lamprecht, Erich Ribbeck, Lew Kopolew und Ephraim Kishon. Letzterer zierte das Cover seines Buches „Augenblicke“, in dem der Profi seine eindrucksvollsten Porträts vereinte. Das Geschäft des Tageszeitungsfotografen ist schnelllebiger geworden. Die digitale Fotografie revolutionierte den Markt. 45 000 Mark kostete 1989 die erste Nikon F90, die Sieber als Verlagseigentum nutzen durfte – mit einer Pixelzahl, die heute jedes Smartphone locker aussticht.

Die Digitalfotografie hat die beschwerliche Handarbeit in der Dunkelkammer abgelöst. Sie spart Zeit, Geld und vereinfacht vieles. Sieber sieht sie dennoch mit Zurückhaltung. Drauflosdrücken und im Display schauen, was man aufgenommen hat, so hat Michael Sieber seinen Beruf nicht erlernt: „Ich rate jungen Fotografen: Mache Dir vorher Gedanken, was du aufnehmen willst, dann ersparst du dir am Rechner das Aussortieren.“ Sein Credo lautet: „Ein Bild entsteht vorher im Kopf.“

Nicht nur mit seinen prämierten und in Büchern veröffentlichten Bildern machte er sich einen Namen. Michael Sieber spielte vom 7. bis 30. Lebensjahr auf höchstem Niveau Rollhockey. Mit der IG Remscheid wurde er Deutscher Meister bei den Schülern, in der Jugend und später zweimal in der Bundesliga. Mit Wolfgang Jex bildete er ein gefürchtetes Sturmduo, wurde Torschützenkönig in der höchsten Spielklasse, absolvierte an die 80 Länderspiele und nahm mit dem Nationalteam an Europa- und Weltmeisterschaften teil.

Um das Bild des talentierten Tausendsassas abzurunden, ist Michael Sieber ein guter Gitarrist. In den 80er-/90er-Jahren tourte er mit der Coverband „Request On Birdland“, als Pensionär widmet er sich nun an der Seite seiner Ehefrau Martina (Gesang) der Band „Jazzlight“.